Das Gebäude „Altes Forstamt“
Ein Gebäude mit Geschichte
Vom Rentamt
Der historische Fachwerkbau aus dem Jahr 1706 diente als herrschaftliches Rentamt der österreichischen Habsburger. Bis 1806 war Stockach Amtsstadt und damit ein Verwaltungssitz im sogenannten Vorderösterreich, das sich wie ein Flickenteppich vom Elsass bis Vorarlberg erstreckte und zum Reich der Habsburger gehörte.
Im Rentamt wurden die Abgaben der Bevölkerung des Amtsbezirks abgeliefert und eingelagert, Steuern erhoben und weitergeleitet. Die Seilwinde in den Museumsräumen zeugt bis heute von dieser Funktion. Im ersten Obergeschoss kann man die wunderschöne Stuckdecke aus der Wohnung des ehemaligen Rentmeisters bestaunen.
Zum Forstamt
Als unsere Region 1810 badisch wurde, zog die großherzogliche Domänenverwaltung ein. Im Anschluss wurde das Gebäude 1842 zum Forstamt und behielt diese Funktion über viele Jahrzehnte.
Als das Forstamt im Zuge einer landesweiten Reform 1999 aufgelöst wurde, war das ein Glücksfall für die Stadt Stockach. Seit Jahren hatte man nach einem passenden neuen Standort für das Museum gesucht. Das „alte Forstamt“ bot den idealen Ort dafür. Nachdem es 2002 zunächst gemeinsam mit Stadtbücherei und Tourist-Info als „Kulturzentrum“ hier einzog, soll es zukünftig als eigenständiger Standort das historische Gebäude mit Leben füllen.
